26. März 2009

Herzenstochter

Heute war meine Herzenstochter bei mir. Seltene Momente inzwischen. Besondere Momente. Ein paar Schüsse mit der analogen M, dann mit der digitalen.
Wir haben uns so daran gewöhnt, schon im nächsten Moment die Ergebnisse "in den Händen zu halten". Aber ich glaube nicht daran, dass digitales Arbeiten gleichzusetzen ist damit, dass mehr Bilder entstehen. Kann mich noch sehr gut daran erinnern, wieviele Sicherheitsschüsse man analog machte, wenn es um einen Job ging. Oft denke ich sogar, dass ich wesentlich weniger Schüsse brauche, wenn ich digital arbeite. Aber wirklich wichtig ist das Ergebnis. Wobei ich mit diesen hier noch nicht zufrieden war...

11. März 2009

Lichter

© jörg kassühlke
Heute war ich wieder in Frankfurt und bin dem Licht hinterher. Es war einfach nur wunderbar - und ich bin wie im Fieber durch die Straßen. Es war schon etwas später und ich befürchtete, nicht genug abzukommen. Es gibt so gegen 17 Uhr ein besonderes Licht. Ein Licht, das sich auch besonders für Portraits auf der Straße eignet. Nein, es eignet sich nicht nur - es kann dir den Atem rauben. Heute hatte ich aber nur Augen für das Licht selbst. »Man muß sich beeilen, wenn man etwas sehen will, alles verschwindet.« Paul Cezanne

9. März 2009

Weiter gehen

Selbstverständlich kann ich nur begrenzt etwas damit anfangen, wenn man mir sagt, dass "das Leben weitergeht". Erstaunlich ist eben nur, dass es stimmt. Und dass mir erneut geschenkt wird, dankbar sein zu können. Sicher geht es weiter. Vornehmlich auch mein aktuelles Projekt. Und es bleibt sehr spannend. Die letzten Begegnungen waren vielversprechend. Die Ergebnisse - trotz der angespannten Lage - zufriedenstellend. Es macht viel Freude, wieder die Kamera in der Hand zu halten. Vielleicht können das nur wenige - vermutlich Kollegen- verstehen, dass Haptik eine nicht unwichtige Rolle spielt. Die Kamera, mit der ich arbeiten darf, hat genau jene Haptik, die ich suche. Sie fühlt sich einfach gut an. Durch all das, was mir in den letzten Wochen widerfahren ist, war keine Gelegenheit mehr, zu dem zu kommen, um was es eigentlich geht: eine Kamera in die Hand zu nehmen und Bilder zu machen. Als ich sie endlich wieder auspackte und in der rechten Hand hielt, wusste ich, was mir - unter anderem - in letzter Zeit gefehlt hatte.