31. Dezember 2010

Ende und Anfang

Was für ein Jahr. Es scheint mir, als wäre es an mir vorbei getobt; kann man das überhaupt schreiben, ohne einen Fehler zu begehen? Schwer, aufregend, spannend, anstrengend, still stehend, davon jagend. Zu diesem Jahr passt anscheinend jede Vokabel. Es bleibt kaum Zeit, um Revue passieren zu lassen, um so zu betrachten, dass es einen Sinn macht. Habe ich »alles« richtig gemacht oder überwiegen die Fehler? Gerade in den vergangenen Tagen habe ich schwere Zweifel bekommen an meinem Tun, meiner Sicht der vergangenen Monate, an alledem, was ich tat und meinen Motiven dazu. Vielleicht klingt und ist das alles zu klischeehaft. Aber dennoch erscheint es mir, als seien die Zeiten rauer geworden. Als würden wir achtloser aneinander vorüber ziehen, da keine Zeit mehr bleibt. Wir kämpfen mit allen erdenklichen, auch und gerade technischen Mitteln darum, Zeit zu gewinnen, um immer weniger davon übrig zu haben. Sehr wohl gibt es weniger Verkehrstote in Deutschland zu beklagen, aber sind die deutschen Autofahrer rücksichtsvoller geworden? Das Recht des Stärkeren scheint mir gerade auf den Straßen das ungeschriebene Gesetz der Stunde zu sein. Da werden Schwächere, Langsamere, Behinderte wegdividiert. Das klingt schwarzmalerisch, aber ich empfinde es so. So scheint mir die Jahreslosung für das in wenigen Stunden kommende Jahr gerade recht zu kommen. »Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.« (Römer 12,21) Das gefällt mir sehr. Und ich will versuchen, diesen Anspruch zu verinnerlichen. Der Ausblick in das neue Jahr scheint verhangen; aber ich will voller Hoffnung sein. Voller Hoffnung darauf, dass Liebe überwinden kann und wird. Allen Lesern dieses Blogs, allen Vertrauten, allen Freunden, allen Wegbegleitern, allen Geschwistern wünsche ich einen guten Gang in ein neues Jahr. Ihr/euer j. kassühlke

7. Dezember 2010

Eiskalt

Bin nicht wirklich ein Freund des Winters, wenn ich auch die klare und gute Luft in diesen Monaten wirklich sehr schätze. Aber manchmal ist es auch mehr. Dieser Winter, dieser Monat, ist für mich ein Abschied nehmen, mit dem ich erst klarkommen muss. Vor vielen Jahren schon sagte ich einmal, dass es für das Wort Leben auch das Synonym Abschied gibt. Immer wieder Abschied. Aber wie oft bedeutet Abschied auch Neuanfang. Und da fällt es wieder, das gute alte Dichterwort vom Zauber, der in allem Anfang steckt. Abschied, Übergang, Neuanfang. Allem Anfang wohnt ein Zauber inne. Daran will ich glauben. Und will mich freuen auf den Zauber.

18. November 2010

Aussichten

Zu früh, um schon auf ein neues Jahr Ausschau zu halten? Vielleicht. Aber gleichsam scheint mir kein Jahr so in Eile verflogen wie das, auf welches man schon eine Rückschau halten könnte. Alles wohl eine Frage der Perspektive. Rückschau halten bedeutet: sehen, was gut und weniger gut war - oder einfach nur betrachten. Betrachten ist eine Haltung, in der ich mich seit Jahren versuche. Ohne Wertung, ohne Einordnen oder Bewerten etwas ansehen was war. Es gab viel Gutes, viele Gründe zur Dankbarkeit. Viel auch unbegreifliches. Einiges, was einen nahezu zur Verzweiflung treiben oder auch zornig machen könnte. Zuweilen neige ich dazu allzu schnell mit Groll auf Menschen zu sehen, deren Verhaltensweisen oder Wege mir lieblos und unverständlich erscheinen. Und da hilft dann auch kein einfaches Betrachten; denn es schwelt in mir. In diesen Augenblicken sehne ich mich danach, mit den liebevollen Augen eines liebenden Gottes sehen zu können. Aus einer ganz anderen Perspektive, einer gänzlich anderen Aussicht heraus. Nun bin ich nicht Gott und will es nicht sein. Aber Jesus lädt mich, lädt uns dazu ein, Ihm die Dinge zu bringen, die uns quälen, die uns unbegreiflich sind. Und oft schon habe ich es erlebt, dass vor einer solchen Begegnung mit dem lebendigen Gott ich noch mit Groll, nach einer solchen mit anderen Augen sehen durfte. Wunderbar daran ist, dass es nicht mein Tun, meine Großartigkeit, mein Verdienst ist. So kann ich von mir absehen und .... lieben.(Foto: © jörg kassühlke)

4. November 2010

»Altersbilder« wandert nach Zierenberg

Meine Ausstellung »Altersbilder« geht aller Wahrscheinlichkeit zum letzten Mal auf Wanderschaft für dieses Jahr. Sie ist bist zum 11. November noch in Marburg, ab dem 15. November dann in Zierenberg zu sehen. Vernissage mit Bürgermeister gegen 17 Uhr. Und nachdem immer und immer wieder Menschen aus den »Altersbildern« hier im Blog gezeigt worden sind... sozusagen zur ausgleichenden Gerechtigkeit einmal ein Portrait des Portraitfotografen. Es ist definitiv so, dass die wohl meisten Fotografen lieber hinter der Kamera bleiben. So halte ich es auch bei diesem Portrait :). Und grüße ganz herzlich vornehmlich jene, die auf meinen Bildern in diesem Jahr zu sehen waren. Danke für das Vertrauen, Ihr jörg kassühlke

25. Oktober 2010

»Altersbilder« in Marburg

Seit Samstag, den 24. Oktober, sind die »Altersbilder« in Marburg zu sehen. Freue mich sehr darüber, in der Universitätsstadt ausstellen zu dürfen. Ausstellungsort ist die Stadt Marburg im »Beratungszentrum mit integriertem Pflegestützpunkt BiP, Am Grün 16 «. Für die Ausstellung ist eine Anmeldung im BIP erforderlich. >>>>>Hessen-Land

19. Oktober 2010

18. Oktober 2010

Noch eine Woche »Altersbilder« im artRIUM Bruchköbel

Noch eine Woche Ausstellung »Altersbilder« im artRIUM Bruchköbel, dann geht die Reise am Wochenende weiter nach Marburg. Der Hanauer Anzeiger berichtete am 15. Oktober, sowie die Stadt Bruchköbel auf ihrer Internetpräsenz: Stadt Bruchköbel(Foto: © jörg kassühlke)

14. Oktober 2010

Leica M9 und Nachtbilder

Dieser Tage hängte ich mir für eine abendliche Stadttour M9 mit Summicron 28 über die Schulter. Zu früheren Zeiten hätte ich meine M8 daheim gelassen; denn es wäre für sie schlicht zu dunkel gewesen. Sicher waren Bilder auch mit ihr am Abend möglich. Aber es waren auch deutliche Grenzen gesetzt. Nichts neues, dass die Konkurrenten der Vollformat-M aus Solms da entschieden mehr zu bieten haben; denn im High-ISO ist da auch bei 5000 noch nicht Ende der Fahnenstange. Inzwischen teste ich die M9 auch immer einmal wieder bei 800 oder auch darüber. Zu Analogzeiten war das höchste der Gefühle, dass ich M6 und MP zumutete, 1600. Und sicher wirkte da das Korn einfach ganz anders als das, was Sensoren heute zu bieten haben. Dennoch bin ich angetan von dem, was der Vollformatsensor der M9 möglich macht. In Verbindung mit den hochlichtstarken und für mich unvergleichlichen Gläsern wie jenes, das ich am Abend mitnahm, erstaunt diese Kamera mich immer mehr. Sie ist eine Diva in der Belichtung, aber eine Diva war auch die M8. Wenn man sich mit ihr auseinandersetzt, dann zaubert sie zuweilen Ergebnisse, die mich beeindrucken in ihrer natürlichen Abbildung. Und genau das ist es, was mich am meisten interessiert. Andere feilen an Ergebnissen im Photoshop, die ihren ganz eigenen Stil bilden sollen. Das ist nichts für mich. Mich interessiert noch immer die Wirklichkeit und sie möchte ich möglichst genau so wieder finden. (Foto: © jörg kassühlke)

30. September 2010

Altersbilder im artRIUM Bruchköbel

Sie wandert weiter. Gerade noch in Eschwege, nun in Kürze in Bruchköbel, meine Ausstellung »Altersbilder«. Sie wird vom 10. bis zum 24. Oktober im artRIUM zu sehen sein. Um 11:30 Uhr wird der Bürgermeister die Ausstellung eröffnen. Am 24. werden wir nach Marburg wandern, im November erneut in den Kasseler Raum, dieses Mal nach Zierenberg. »Altersbilder« ist nun fast ein Jahr auf der Reise. Eine spannende Wanderung mit vielen guten Eindrücken, wunderbaren Begegnungen, berührenden Momenten, auf die ich schon jetzt mit Dankbarkeit zurückblicken darf. An den genannten Orten waren und sind freiwillige Helfer, die mit einer Liebe dafür sorgen, dass Ausstellungen zustande kommen, mit denen Menschen in Gotteshäuser geführt werden, Begegnungen stattfinden können. Mein besonderer Dank gilt der Leiterin des Evangelischen Bildungszentrums Bad Orb, Frau Zander. Vielen Dank vor allem dafür, dass Sie an mich, an das Projekt und »Altersbilder« geglaubt und daran festgehalten haben. Vielen Dank auch an Herrn Wolter. Seien Sie alle herzlich gegrüßt, ob in Bad Orb, Kassel, Bad Oeynhausen, Frankfurt am Main, Rodenbach, Eschwege, Bruchköbel, Marburg oder Zierenberg. Herzlich, Ihr jörg kassühlke (Foto: © jörg kassühlke) Stadt Bruchköbel

12. September 2010

Fotomaschine

Vielleicht klingt es seltsam, aber sie fühlt sich einfach gut an. Noch immer nehme ich sie gerne in die Hand; manchmal scheint sie mit ihr beinahe verwachsen. Sie war verschrien, schwer gescholten. Sie wurde be-schrieben und besprochen wie kaum eine andere Fotomaschine der letzten fünf Jahre. Da schwangen sich viele auf, sie niederzuschreiben oder zu -sprechen, ohne sie jemals in den Händen gehalten zu haben. Und andere testeten sie kurze Zeit und legten sie enttäuscht oder gar erbost beiseite. Die Diva wollte Aufmerksamkeit. Die ich ihr sofort schenkte. Vielleicht meinte sie es deshalb gut mit mir. Ich weiß es nicht. Aber besonders mit dem Glas, das inzwischen mit ihr wie meine rechte Hand verwachsen scheint, das wunderbarste Objektiv, das ich kenne, ist sie noch immer eine Bank für mich. Und vielleicht ist sie sogar - mit der MP - die schönste von allen. Für mich wohlgemerkt. Aber das hat ja bekanntlich etwas mit Geschmack zu tun. Nun, sie schmeckt mir noch immer sehr.

5. September 2010

Die Schatten werden länger

Eigentlich viel zu früh scheint der Spätsommer da zu sein. Vielleicht täusche ich mich ja auch; und es ist nur eine kurze Pause im Sommer, der im September noch einmal an Fahrt aufnimmt. Wie auch immer: der Spätsommer »ist meine Zeit«, da ich in ihm geboren bin. Und ich bin beileibe nicht abergläubisch, aber dass dies eine Rolle spielt - daran glaube ich. Es spielt eine Rolle, in welche Welt man hineingeboren worden ist. Welche Eltern man hatte, in welchem Land - und sicher auch die Jahreszeit... ich liebe den Spätsommer und immer macht er mich wehmütig. Das ist jedes Jahr so. Und es erinnert mich jedes Jahr daran, dass alles vergänglich ist. Beinahe alles. Und in jedem der letzten Jahre muss ich daran denken, dass wir bedenken sollen, dass wir sterben müssen (Psalm 90,12). Es bedeutet mir etwas, dass es Jahreszeiten gibt. Dass wir Verwandlung erleben in jedem Jahr. Vielleicht anschaulicher als in einigen anderen Ländern? Egal. Wir sollten diese Zeit genießen, »auskaufen«, in ihr sein, sie bewußt wahr-nehmen. Und uns darauf einstellen, dass die Blätter fallen werden. Und alles ersterben wird, auf dass es neu werden kann.

19. August 2010

»Altersbilder« in Eschwege

Aus dem Newsletter des EBZ: Altersbilder – Fotoausstellung macht Station in Eschwege/ Start für Projekt „Aktive Nachbarschaft“ (HW) Die Wanderausstellung „Altersbilder – Fotografien von Jörg Kassühlke“ wird am 29. August 2010 in der Marktkirche in Eschwege eröffnet und ist dort bis zum 25. September zu sehen. Die Ev. Stadtkirchengemeinde und die Ev. Familienbildungsstätte/ Mehrgenerationenhaus Eschwege haben in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Eschwege und dem Seniorenbüro Werra-Meißner ein spannendes Begleitprogramm zur Ausstellung vorbereitet. Im Diakonie-Gottesdienst zu Beginn der Ausstellung fällt gleichzeitig der Startschuss für das Projekt „Aktive Nachbarschaft“ in Eschwege, eine Engagementbörse für Menschen, die kleine Hilfen im Alltag anbieten oder nutzen möchten. Daneben werden sich regionale Senioreninitiativen präsentieren. Weiterhin ist ein Filmabend vorgesehen, ein Gesprächsforum „Wenn die Eltern alt werden“, ein Sonntagscafé in der Marktkirche und zum Ende der Ausstellung am 25.9. eine musikalische Vesper. Ein besonderer Höhepunkt sind biografische Lesungen zu Altersbildern aus der Region Eschwege. Mit viel Hingabe haben freiwillig Engagierte aus Eschwege ältere Menschen aus der Region interviewt und fotografiert. Die Ergebnisse werden ergänzend zur Ausstellung „Altersbilder“ vorgestellt. Unser Veranstaltungstipp 29. August – 25. September Altersbilder und Begleitprogramm. Nähere Informationen und Führungen bitte anfragen bei: Omnibus – die Freiwilligenagentur 0561 3377002 (Frau Beyer) oder Ev. Stadtkirchengemeinde Eschwege 05651 3588 (Pfrin. Jost) (Foto: © jörg kassühlke)

7. August 2010

Stile

Wie viele Bildermacher nennen eine Tönung, eine Färbung, einen »Stil« ihr eigen... Ist es ein Fehler, das nicht zu haben, es nicht einmal zu verfolgen? Was ist, wenn die Tönung, die Färbung, die ich suche, eben jene ist, welche die Wirklichkeit selbst gibt? Wenn ich einfach nicht beschneiden, nicht tönen mag? Wenn ich kaum nachbearbeiten mag, weil ich ähnliches verfolge, was ich schon analog versuchte? Bin ich dann ein ewig Gestriger? Gerne. (Foto: © jörg kassühlke)

27. Juli 2010

Wirklichkeiten

Die Wirklichkeit ist das spannendste Motiv. Auch das spannendste Motiv, um überhaupt zur Kamera zu greifen. Sicher gibt es Gründe und auch unabwendbare Notwendigkeiten für Inszenierungen. Und es gibt ja auch wahrlich Meister dieser Herangehensweise. Meine Sache ist es nicht. Kann mich diebisch freuen über »urplötzlich vor mir auftretende Bühnenbilder«, wie ich es nenne. Und ich habe diesem Gedanken, dieser »Idee« - vielmehr ein Freund, den ich hierdurch herzlich grüßen möchte (Hallo Dieter!) - einen kleinen Zyklus gewidmet, der ganz langsam aber stetig umfangreicher wird. Bis vor kurzem (vor dem Umbau) waren drei Arbeiten aus diesem Zyklus im Foyer der Leica Camera AG in Solms zu sehen. Dieter hatte meinem kleinen Zyklus den Namen »Instant Venues« gegeben. Ein letztes Bild für diesen Zyklus ist vor wenigen Tagen entstanden. Und auch hier freute ich mich darüber, wie sich mir dieses Bild nahezu von allein präsentierte. Das Licht stand wunderbar, wenn es auch durchaus mehr hätte sein können. Aber den Schatten, den es warf, liebe ich sehr. Ein Blick hinter die Kulissen einer kleinen Kirche. Bin mir sicher, dass man dies niemals so überzeugend inszenieren könnte, wie es sich mir förmlich aufgedrängt hat. (Foto: © jörg kassühlke)

22. Juli 2010

Tief

Wer mich kennt weiß, dass ich seit Jahren mich für Momente interessiere, in denen man - wie ich es nenne - »außer sich ist«. In denen die Zeit still zu stehen scheint. In denen ich kaum noch spüre, dass ich in einem Körper gefangen bin. Momente, die bei Kindern deutlich häufiger vorkommen, wie mir scheinen will, als bei Erwachsenen. Gerade gestern sah ich wieder zwei Jungs, die wohl schon um die 12 waren, die einfach auf der Straße saßen. Und sah, wie sogenannte Erwachsene vorbei gingen oder fuhren und beinahe sehnsüchtig zusahen. Ähnlich sehnsüchtig wohl wie ich, wenn ich - mitten im Trubel, im Alltag - einen Greifvogel sehe. Und er mich daran erinnert, dass ich meine Sehnsucht nach Natur, nach Wald, nach Feld stillen muss. Aber... ich weiche von meinen anfänglichen Gedanken ab. Mir begegnete vor ein paar Tagen ein Buch eines Stephen Cottrell, in dem es um Entschleunigung unseres Lebens und Alltags geht. Und auch bei Bill Hybels las ich Zeilen, in denen es darum geht, dass wir unseren Alltagsmotor herunterfahren müssen, um wieder zu uns zu kommen. Auch um diese Momente des inneren Verharrens wieder zulassen zu können. Und der gute alte Luther sagt: "Wenn ich besonders viel zu tun habe, dann nehme ich mir besonders viel Zeit zum Beten!"

1. Juli 2010

Traumkombi LEICA M9 und Summilux 50 asph.

Eine kurze Pause im Ausstellungsmarathon der Wanderausstellung »Altersbilder«. Eine Pause, die gut tun wird, damit betrachtet werden kann, was da schon alles war. Und es war viel. Viele gute und berührende Begegnungen vornehmlich, an die ich mehr als gerne zurückdenke. Zwei Menschen, die Portraitierte dieser Ausstellung sind, sind in dieser Zeit von uns gegangen. Lebensverhältnisse anderer haben sich gewandelt. Und immer mehr spüre ich, wie diese Menschen, die etwas mit mir oder auch mit uns geteilt haben, somit ein Teil von uns und auch von mir geworden sind. Sie sind mir vertraut und die Bilder, auf denen sie zu sehen sind, kann ich inzwischen auch sehen wenn ich nicht vor ihnen stehe. Weiter arbeite ich an einem Bildband-Projekt, über das ich nichts weiter berichten darf. Und an den Arbeiten zu einer großen und für mich außerordentlich wichtigen Ausstellung. Mehr dazu hoffentlich im Herbst diesen Jahres. Dazu eine »Kostprobe« mit meiner Traumkombination in Sachen Portraitfotografie: LEICA M9 und Summilux 1.4/50mm asph. (Foto: © jörg kassühlke)

15. Juni 2010

Man muss sich beeilen

In diesen Tagen muss ich immer wieder an das Zitat »Man muss sich beeilen, wenn man noch etwas sehen will. Alles verschwindet.« von Paul Cézanne denken. Immer wieder gibt es diese Augenblicke, diese Momente, in denen man sich danach sehnt, einfach nur verweilen zu können. Es klingt so klischeehaft, so überholt, so zig Male schon formuliert, aber dennoch wird mir immer deutlicher, dass wir in einer, im übertragenen Sinne, haltlosen Zeit leben. In der kaum noch etwas Bestand zu haben scheint. In einer Zeit, in der die Aneinanderreihung von Eindrücken nicht nur immer komplexer erscheint, sondern sich auch in einer Schnelligkeit vollzieht, dass einem zuweilen förmlich der Atem stockt. Aber ist das denn wirklich so? Oder doch eher ein subjektives Empfinden? Wir produzieren diese Schnelllebigkeit selbst. Wir können uns hie und da ihr nicht nur entziehen, sondern wir sollten es zwingend tun; so zumindest ist meine Überzeugung. Und ich möchte da auch einen guten alten Begriff einbringen, der schon beinahe in Vergessenheit geraten ist - den des zivilen Ungehorsams. Ich denke einfach nicht daran, immer schneller werden zu wollen. Weder bei der Frequenz der Bilderfolge einer so genannten Fotografie, noch auf der Autobahn, noch in der Anschaffung von Mobiltelefonen, Computern und vielem anderen mehr. Will mich nicht dem beugen, dass nur wenn ich ständig konsumiere ich ein guter Bürger sei. Dazu sollte ja der Geldbeutel auch permanent - und auch immer schneller - gefüllt sein. Das ist er aber in diesen Zeiten beileibe nicht immer. Und ich schäme mich dessen nicht. Sollte ich dies eher verschweigen? Nur wenn ich in der selben Geschwindigkeit mitfliege, rase, flüchte und zappe lebe ich? Das sehe ich ganz anders. Und ich liebe noch immer eben jene Momente, in den die Zeit stillzustehen scheint.

1. Juni 2010

»Altersbilder« in der Katharinenkirche

Seit dem gestrigen Abend sind »Altersbilder« in der Katharinenkirche. Ein spannender Ort, an der Hauptwache 1, direkt zu Beginn der Zeil, inmitten von Frankfurt am Main. Bis zum 9. Juni ist in der Zeit zwischen 14 und 19 Uhr täglich die Ausstellung geöffnet. Besonders habe ich mich über die Anwesenheit von Helmut Sinn gefreut, den ich von hier aus noch einmal herzlich grüßen möchte.

18. Mai 2010

Sie wandert wieder

Am 31. Mai geht die Reise weiter mit meiner Wanderausstellung »Altersbilder«. Sie macht Station in der Katharinenkirche, Hauptwache 1, Frankfurt am Main, und ich freue mich schon sehr auf diese Zeit an diesem ganz besonderen Ort. Die Hauptwache kann zentraler kaum liegen in einer Stadt, in der auch die Gegensätze kaum größer sein können. Älter werden, älter sein in einer Stadt, in der die Uhren immer schneller zu ticken scheinen, in der vor nahezu martialisch anmutenden Bankentürmen Menschen auf der Straße sitzen, mit dem Hut oder dem Karton zwischen den Beinen. Die auch immer mehr und mehr denn je von dem lebt, was sich im Himmel über ihr abspielt. Und dann Bilder, in einem wunderbaren alten Gebäude, in dem es unter anderem auch um den Himmel gehen soll, Bilder von älteren und alten Menschen zu zeigen, die ihr Leben in diesen Zeiten leben. Vernissage ist am Montag, den 31. Mai um 19 Uhr.

15. Mai 2010

Gespenster und mehr

Mit Schrecken müssen wir in diesen Tagen leben; und welche Szenarien werden da an Wände gemalt - zu den ohnehin vorhandenen Ängsten zur Finanzkrise jetzt noch das, was wir als Hilfe für ein krankendes Euroland aufbringen müssen. Vor was uns da überall Angst gemacht werden soll. Und wie aufgeschreckt das hie und da wirkt. So dass man selbst zuweilen in Kurzschrecken versetzt wird; und beinahe mit einstimmt in den Chor der Erschrockenen. Aber ich denke schon, dass es Gespenster gibt, auch böse Geister, mit denen wir zu leben haben. Dennoch mag ich mich nicht wirklich fürchten, mag ich nicht einstimmen, mag nicht mitmachen. Wie oft ist uns schon bange gemacht worden. Vor Rinderwahn, Vogelgrippe, fürchterlichen Grippeerkrankungen und mehr. Und es ist schon recht lange her, dass ich mich das letzte Mal an einem Liedtext festhielt, der mir Trost gab. »Du weißt , woher der Wind so stürmisch weht, und du gebietest ihm, kommst nie zu spät. Drum wart ich still, dein Wort ist ohne Trug, du weißt den Weg für mich, das ist genug.« (Hedwig von Redern)

2. Mai 2010

Endlich

....geht es wieder los. Bin wieder im Rennen :). Danke, dass die Leser und Besucher des Blogs Geduld hatten. Die »technischen« Probleme sind aus der Welt geschafft. Es war eine etwas schwierige Zeit, auch für meine Arbeit. Es ist gut, dass es sogenannte Smartphones gibt, die hilfreich sein können, zumindest das Gros der Kommunikationsstränge aufrecht zu erhalten, die das heutige Leben ausmachen. Aber viele andere Dinge - vor allem in der Arbeit als Fotograf - sind ohne leistungsfähigen Rechner schlicht unmöglich geworden. Gleichsam hat es mich doch sehr nachdenklich gemacht, wie abhängig wir geworden sind. Wie fast gelähmt viele Dinge scheinen, wenn kein Rechner für die Arbeit zur Verfügung steht. Vieles ist schlicht nicht mehr möglich ohne Rechner oder/und Internet-Zugang. Und selbstverständlich taucht die »Machtfrage« auf. Wie viel Macht haben all diese Dinge unserer Zeit? Wie viel Macht üben sie auf mich, auf uns aus? Ist es bedenklich, wenn »nichts mehr geht«, nur weil der Rechner defekt ist - und was ist, wenn schlicht das Geld dafür nicht mehr da ist? Was geschieht mit mir, was mit uns, was mit dem Mann, der Frau von Nebenan, wenn das Geld für diesen Rechner nicht mehr vorhanden ist? Sind wir dann »raus aus dem Rennen«? Und diese Macht, diese Machbarkeit aller Dinge, die wir Menschen uns selbst zutrauen, stößt doch gerade in diesen Zeiten auch immer öfter nicht nur an ihre Grenze. Wenn die Pest im Wasser nicht mehr aufzuhalten ist; wenn ein ganzer Staat vor dem Ruin steht. Wenn - nach wie vor und auch von den Gewerkschaften uns deutlich vor Augen geführt - Menschen ins Abseits geraten, weil sie nicht mehr »im Rennen« sind. Was macht es mit diesen Menschen? Und gerade deshalb ist es mir ein Anliegen, dass »Sein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden...« Ganz herzliche Grüße an alle Leser.... Ihr/euer/Dein jk

17. April 2010

In dieser Zwischenzeit

Leider sind die technischen Probleme, die ich einmal als Handicap bezeichnen möchte, noch nicht behoben. Somit nur einige wenige Lebenszeichen und ein Bildchen, mit dem Mobilphone gemacht. Demnächst wieder mehr. Danke für Kommentare und das Interesse. Herzlich, jk

31. März 2010

Altersbilder in Bad Oeynhausen

Am 28. März war Ausstellungseröffnung im Gottesdienst der Auferstehungskirche Bad Oeynhausen-Altstadt. Während der Predigt waren die Bilder über Beamer und an der langen Kirchenmauer zu sehen. Zum ersten Mal sind die 20 Exponate nahezu auf einen Blick zu sehen und ergaben für mich ein besonderes Gesamtbild. Im Anschluß des Gottesdienstes verlasen Mitglieder der Gemeinde die Texte der Altersbilder-Broschüre vor den jeweiligen Exponaten und gaben so Auskunft über die dargestellten Personen. Auch für mich neu - und zum ersten Male in Kassel praktiziert (eine wunderbare Idee, liebe Frau Zander!). Viele berührende Momente, berührte Menschen und somit das, was wir uns vornehmlich für unser Projekt und die Wanderausstellung gewünscht hatten. Bis zum 9. Mai ist die Ausstellung noch in Bad Oeynhausen zu sehen. Vielen Dank für die angenehme Zusammenarbeit mit Pfarrerin Frau Fischer und Herrn Brinkmann und ganz herzliche Grüße! Hier der Bericht zur Ausstellung Danach wird die Ausstellung ab Ende Mai in der Katharinenkirche Frankfurt am Main zu sehen sein.

23. März 2010

Weitergehen

Ab Ende dieser Woche ist »Altersbilder« in Bad Oeynhausen zu sehen. Gleichsam bin ich an dem aktuellen Projekt und es erfüllt mich schon jetzt. Neue Begegnungen, eine sehr berührende Begegnung dieser Tage. Zwei Menschen, die zueinander halten, einander helfen und tragen, die trotz aller Beschwernisse einen erfüllten Lebensabend suchten und gefunden haben. ≥≥≥≥≥ Aus technischen Gründen werde ich für eine kurze Zeit keine neuen Bildbeiträge bringen können. Kirchenkreis Vlotho vorab

17. März 2010

Endlich

ist er wieder in der Nähe und man kann ihn schon fast riechen. Und endlich stehen wir in der zweiten Hälfte des März; und mit Sehnsucht warten wohl alle auf das, was endlich kommen wird. Man muss etwas genauer hinsehen, dann kann man ihn schon an nahezu jedem Strauch, jedem Baum, jeder Pflanze erahnen. Und ich freue mich, wie jedes Jahr, wie ein Kind auf den Moment, an dem er unübersehbar geworden ist. Sicher sind all diese Gedanken auch mit mehrfach symbolischem Wert für mich verbunden. Ersterben, Tod, Trauer, Erwarten, Auferstehung und Wiederkunft.

8. März 2010

Black & White

Vor vielen Jahren, genau: 2003 hatte ich eine Ausstellung in Frankfurt. Dort zeigte ich Schwarzweiß- fotografie. Kann mich noch ziemlich gut daran erinnern, dass selbst ernannte Experten vor einigen Exponaten standen und sagten: so etwas geht nur analog. Konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen; denn die Bilder waren digital entstanden. Einige Zeit später zeigte ich in anderen Ausstellungen Schwarzweißfotografie, bei der solche Anmerkungen nicht mehr zu vernehmen waren. Sie aber waren analog entstanden und im LEICA-Labor Solms ausgearbeitet worden (Viele Grüße an Frau Naumann!) Auch heute denke ich immer noch, dass der »Schmutz«, das Korn, die Tiefen, die unglaublich vielen Schwarz- und Grautöne nur wirklich in der analogen Fotografie und Labortechnik zu finden sind. Dennoch erstaunen mich die heutigen Graustufen in der digitalen Fotografie immer mehr. Hier wieder mit »meiner« derzeitigen Traumkombination LEICA M9 und Summilux 1.4/50mm asph. entstanden. (Foto: © jörg kassühlke)>>>>> Hier noch ein Hinweis auf die nächste Ausstellungseröffnung meiner Wanderausstellung »Altersbilder«: Evangelische Kirchengemeinde Bad Oeynhausen-Altstadt

3. März 2010

Linien

Vor etwa 15 Jahren begann meine Leidenschaft für kleine schwarze starke Kameras. Damals war es eine Minilux, die immer in der Mittelkonsole meines Wagens lag. Und mit der ich zuweilen aus dem fahrenden Wagen Bilder schoß. Ein solches Bild hängt oder steht seither immer in meinem Büro, Studio, Atelier oder jetzt in meiner Schreibstube. Das Bild entstand in Hamburg an einer Landungsbrücke, meine ich. Das Korn, der Dreck, das alles andere als perfekt belichtete Bild ist noch immer für mich eine Art von Bebildern, die ich liebe und der ich zugetan bin. Dieser Tage entstand wieder ein solches Bild; dieses Mal mit einer M8 und einem 28mm, aus dem fahrenden Wagen. Das Licht, die Wolkengebilde, die Linien, welche eine Richtung zu weisen schienen, ließen mich die Leica hochziehen und durch die Frontscheibe drauf halten. Gibt es eigentlich die Lomographie noch? Das gefiel mir damals, wenngleich ich nie eine solche Lomo mein eigen nennen konnte. >>>>> Meine Wanderausstellung »Altersbilder« geht am 28. März wieder auf Reisen und ist dann in der Auferstehungskirche Bad Oeynhausen-Altstadt zu sehen. Die Ausstellungseröffnung beginnt am 28. im Gottesdienst. Weitere Infos zur Wanderausstellung »Altersbilder«, zu Ausstellungsterminen und mehr finden Sie rechts im Menü des Blogs. Vielen Dank für Ihr Interesse!

13. Februar 2010

Clown

© jörg kassühlke Bin kein Freund des Karnevals, des Faschings, wie man in dieser Region es nennt. Habe in Venedig Masken und Kostüme gesehen, die mich beeindruckt haben. Aber das, was es hier in meinem Zuhause zu sehen gibt, ist nicht wirklich meine Sache. Ist das schlimm? Verliere ich jetzt Freunde? Wie auch immer: clowneske Begabung, Verkleidung, Theater und Schauspiel können faszinieren, wenn es kreativ und verspielt ist und finden mein Gefallen, wenn es nicht nur um Bier und Schnaps geht. Das Spannendste aber; das, was mich wirklich an alledem interessiert ist: der Mensch. Das Geheimnis Mensch, das sich für mich nur irgendwie auflösen lässt, wenn der Schöpfer dahinter gedeutet und gesehen wird, dessen Abbild das Mysterium Mensch ist und sich nur hier ansatzweise entschlüsseln lässt. Und es taucht einer der Verse des Neuen Testaments auf, der mir am meisten bedeutet: »Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin.« (1. Korinther 13) Entstanden mit meiner derzeitigen Traumkombination für Portraitfotografie: LEICA M9 und Summilux 1.4/50 mm asph.

9. Februar 2010

Ohn-macht

Sieht man schlecht, wenn man wenig sehen kann? Ist es wirklich ein Handicap, wenn es undurchsichtig oder nebelig ist oder wird? Ganz sicher liebe ich das Licht. Und das meine ich auch im übertragenen, tieferen Sinne. Aber ich liebe auch Novembernebel; sogar wenn sie im Februar das Weiß verschleiern. Wenn der Schnee bis an den Oberschenkel reicht, man förmlich darin versinkt. Wenn gar nichts mehr klar scheint, aber dennoch nicht unklar ist. Wenn wir mit unseren unvorstellbar vielen Mitteln zuweilen macht-los sind, dann fühle ich mich nicht unwohl. Ganz im Gegenteil. Ohn-macht ist eines meiner Lieblingsthemen. Es ist nicht schlecht, wenn man, wenn wir nichts tun können. Dann kann ein ganz Anderer "tun". Und das ist das Beste, was uns passieren kann, so glaube ich.

1. Februar 2010

Breughel

Noch nicht von einer Erkrankung genesen, wagte ich mich einige Meter aus dem Haus; denn Licht und traumhafte Schneelandschaften waren einfach zu verführerisch. So stand ich auf einem Hügel, der in dieser Jahreszeit viele Menschen mit ihren Schlitten anzieht. Nach kurzer Zeit war ich stark erinnert an ein Gemälde von Breughel. Und sah beinahe nur noch dieses Gemälde vor meinem inneren Auge, als ich die Leica aus der Tasche nahm und mein Bild förmlich machen musste. Eine wunderbare Atmosphäre, in der ich mich bewegen durfte. Schon in der Dämmerung, aber noch merkwürdig gleißend helles Licht am Firmament. Eine klare Sicht, Bäume markierten kristallscharf Ansichten, die wie gemalt schienen. Und überall Bewegung, Gespräch, lachende Kinder, Menschen, die sich schon seit ihrer Kindheit kennen und an diesem Ort viele Stunden gemeinsam verbracht haben. Kinder, die mit Großmama, Opa, Tante oder Geschwistern Platz nehmen und die eisige Fahrt nach unten wagten.

20. Januar 2010

Countdown

© jörg kassühlke In acht Tagen geht die Ausstellung »Altersbilder« auf Wanderschaft und wird ab dem 29. Januar in Kassel zu sehen sein. Das Diakonische Werk Kurhessen-Waldeck e.V. hat das Projekt und die Ausstellung mit unterstützt. Wir freuen uns sehr darauf, in Kassel auszustellen und nun zusehen zu dürfen, wie die Wanderausstellung beginnt. Mehr Infos dazu schon in Kürze hier an dieser Stelle. Also nur noch bis zum 24. Januar: Wiesbadener Kurier Danach dann in Kassel: Diakonisches Werk (Foto: © jörg kassühlke)

11. Januar 2010

Freiheit

Wie ist es, wenn man sich verabschieden muss; möglicherweise für immer? Oft habe ich in den letzten Jahren den Eindruck gehabt, dass Leben auch ein Synonym für Abschied sein könnte. Wenn Kinder von einem Tier, das sie viele Jahre gestreichelt, geliebt, und gefüttert haben Abschied nehmen, dann gibt es viele Fragen, Tränen und Trauerarbeit, die jemand, der jüngstes von sieben Kindern war, sehr wohl kennt. Und sofort stellt sich die Frage, ob Tiere auch in den Himmel kommen. Sofort aber bin ich auch daran erinnert, dass mein Bruder und ich ein Zebrafinken-Paar hatten. Und sie eines Tages sechs Eier gelegt hatten und tot neben dem Nest lagen. Und der Schmerz über den Verlust der Vögel war deutlich kleiner als das schlechte Gewissen. Darüber dass zwei Tiere, deren Lebensinhalt eigentlich das Fliegen ist, ihrer Freiheit beraubt, dem Nachwuchs das Leben nicht schenken wollten. Nie werde ich unseren Schock vergessen. -----Hier ist der »Sarg« von Lilli zu sehen. Einem geliebten weißen Kaninchen. Den die Kinder von außen bemalt haben. Lilli lebt nicht mehr. Und es heißt: Abschied nehmen.

4. Januar 2010

Anfänge

Noch immer stehe ich in den Anfängen der Tests zur neuen M9. Unsicherheiten sind jetzt abgelegt. Und weichen einem hervorragenden Eindruck dieses Werkzeugs aus Solms. Noch immer teste ich vornehmlich mit dem 50 mm. Es war nicht gerade mein Lieblingsglas an der M8. An der M9 ist es das schon jetzt. 50 mm waren analog meine bevorzugte Brennweite. Das könnte an der neuen Leica-M ebenso sein. Die Räumlichkeit, der »Schmelz«, die Farbigkeiten sind sehr schön und es macht viel Freude, mit ihr um die Häuser zu ziehen.. Allen meinen Kunden und den Besuchern des Blogs ein gutes und erfülltes Jahr 2010. Mit besten Grüßen, j. kassühlke