18. Mai 2010

Sie wandert wieder

Am 31. Mai geht die Reise weiter mit meiner Wanderausstellung »Altersbilder«. Sie macht Station in der Katharinenkirche, Hauptwache 1, Frankfurt am Main, und ich freue mich schon sehr auf diese Zeit an diesem ganz besonderen Ort. Die Hauptwache kann zentraler kaum liegen in einer Stadt, in der auch die Gegensätze kaum größer sein können. Älter werden, älter sein in einer Stadt, in der die Uhren immer schneller zu ticken scheinen, in der vor nahezu martialisch anmutenden Bankentürmen Menschen auf der Straße sitzen, mit dem Hut oder dem Karton zwischen den Beinen. Die auch immer mehr und mehr denn je von dem lebt, was sich im Himmel über ihr abspielt. Und dann Bilder, in einem wunderbaren alten Gebäude, in dem es unter anderem auch um den Himmel gehen soll, Bilder von älteren und alten Menschen zu zeigen, die ihr Leben in diesen Zeiten leben. Vernissage ist am Montag, den 31. Mai um 19 Uhr.

15. Mai 2010

Gespenster und mehr

Mit Schrecken müssen wir in diesen Tagen leben; und welche Szenarien werden da an Wände gemalt - zu den ohnehin vorhandenen Ängsten zur Finanzkrise jetzt noch das, was wir als Hilfe für ein krankendes Euroland aufbringen müssen. Vor was uns da überall Angst gemacht werden soll. Und wie aufgeschreckt das hie und da wirkt. So dass man selbst zuweilen in Kurzschrecken versetzt wird; und beinahe mit einstimmt in den Chor der Erschrockenen. Aber ich denke schon, dass es Gespenster gibt, auch böse Geister, mit denen wir zu leben haben. Dennoch mag ich mich nicht wirklich fürchten, mag ich nicht einstimmen, mag nicht mitmachen. Wie oft ist uns schon bange gemacht worden. Vor Rinderwahn, Vogelgrippe, fürchterlichen Grippeerkrankungen und mehr. Und es ist schon recht lange her, dass ich mich das letzte Mal an einem Liedtext festhielt, der mir Trost gab. »Du weißt , woher der Wind so stürmisch weht, und du gebietest ihm, kommst nie zu spät. Drum wart ich still, dein Wort ist ohne Trug, du weißt den Weg für mich, das ist genug.« (Hedwig von Redern)

2. Mai 2010

Endlich

....geht es wieder los. Bin wieder im Rennen :). Danke, dass die Leser und Besucher des Blogs Geduld hatten. Die »technischen« Probleme sind aus der Welt geschafft. Es war eine etwas schwierige Zeit, auch für meine Arbeit. Es ist gut, dass es sogenannte Smartphones gibt, die hilfreich sein können, zumindest das Gros der Kommunikationsstränge aufrecht zu erhalten, die das heutige Leben ausmachen. Aber viele andere Dinge - vor allem in der Arbeit als Fotograf - sind ohne leistungsfähigen Rechner schlicht unmöglich geworden. Gleichsam hat es mich doch sehr nachdenklich gemacht, wie abhängig wir geworden sind. Wie fast gelähmt viele Dinge scheinen, wenn kein Rechner für die Arbeit zur Verfügung steht. Vieles ist schlicht nicht mehr möglich ohne Rechner oder/und Internet-Zugang. Und selbstverständlich taucht die »Machtfrage« auf. Wie viel Macht haben all diese Dinge unserer Zeit? Wie viel Macht üben sie auf mich, auf uns aus? Ist es bedenklich, wenn »nichts mehr geht«, nur weil der Rechner defekt ist - und was ist, wenn schlicht das Geld dafür nicht mehr da ist? Was geschieht mit mir, was mit uns, was mit dem Mann, der Frau von Nebenan, wenn das Geld für diesen Rechner nicht mehr vorhanden ist? Sind wir dann »raus aus dem Rennen«? Und diese Macht, diese Machbarkeit aller Dinge, die wir Menschen uns selbst zutrauen, stößt doch gerade in diesen Zeiten auch immer öfter nicht nur an ihre Grenze. Wenn die Pest im Wasser nicht mehr aufzuhalten ist; wenn ein ganzer Staat vor dem Ruin steht. Wenn - nach wie vor und auch von den Gewerkschaften uns deutlich vor Augen geführt - Menschen ins Abseits geraten, weil sie nicht mehr »im Rennen« sind. Was macht es mit diesen Menschen? Und gerade deshalb ist es mir ein Anliegen, dass »Sein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden...« Ganz herzliche Grüße an alle Leser.... Ihr/euer/Dein jk