19. Juni 2013

Verlaufen


In einem tiefen Lied von Johannes Falk (Verlaufen, Pilgerreise, © 2010 Falkland bei Gerth Medien) gibt es diese Zeile: »Ich will wieder in deiner Liebe eintauchen«.
Wie gut kenne ich diesen Moment, den der Sänger und Songschreiber da beschreibt. Wenn ich mich entfernt habe von dem, der mich liebt wie niemand sonst. Wenn ich mich wieder einmal verlaufe, obwohl ich mich doch schon so oft genau an der selben Stelle verlaufen habe. Wenn ich mich wieder habe bestechen lassen von Stimmen in mir, die mir den Himmel auf Erden versprechen, dabei führen sie genau in die andere Richtung. Und ich spüre Kälte und Ferne, weil ich auf Wegen unterwegs bin, die nicht Gottes Wege sind. Wie gut, wenn dann jene Sehnsucht auftaucht, wieder in seiner Liebe sein zu wollen. Wieder dort zu sein, wo ich ganz umgeben bin von Annahme. Wo ich bedingungslos geliebt bin. »Bleibt in mir«, sagt Jesus an einer Stelle in der Bibel. Und das dürfen wir ganz wörtlich nehmen, ganz bildhaft sehen und genau so erleben wollen. In ihm zu sein und in ihm zu bleiben ist das Mittel überhaupt, um nicht »irre zu gehen«, das Mittel, um sich nicht zu weit zu verlaufen. 
Wer Jesus nachfolgt, wer ihm sein Leben anvertraut hat und Jesus also Herr über dieses Leben ist, der beherbergt den Geist Gottes in sich, den Heiligen Geist. Dieser Geist Gottes führt uns nicht nur in alle Wahrheit, sondern verwandelt uns auch. Und wenn wir uns dann von diesem Geist leiten lassen - und möglichst ohne Unterbrechungen -, dann werden wir immer dichter dran sein an dem Weg, den er für uns vorgesehen hat. Wie das genau gehen kann, erklärt uns die Bibel so: »Da wir also durch Gottes Geist ein neues Leben haben, wollen wir uns jetzt auch auf Schritt und Tritt von diesem Geist bestimmen lassen.« (Galater 5,25, NGÜ)

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