12. Juli 2013

Das Meer der Barmherzigkeit

Als Vierzehnjähriger schrieb ich mir Worte in meine erste Bibel, die der große Gelehrte, Philosoph und Mathematiker Blaise Pascal  in seinen Mantel eingenäht hatte. Da waren Worte zu finden, die  Ausdruck seines Bekehrungserlebnisses waren. Ich war beeindruckt davon, dass ein weltweit anerkannter Gelehrter so dachte und glaubte. Ein weiterer großer Mann des Geistes, Friedrich Nietzsche, schrieb über ihn: »der bewunderungswürdige Logiker«, (Quelle Wikipedia). Auf jenem Mémorial (Gedenkblatt) war unter anderem zu lesen: »Der Gott Abrahams, der Gott Isaacs und der Gott Jakobs, nicht der Philosophen und der Gelehrten.«
Wie oft sind solche Worte missverstanden worden; denn sie sollten sehr sicher nicht Worte gegen Philosophen und Gelehrte sein. Der Mann, der sie schrieb, war höchstselbst ein solcher. Und auch Paulus war ein hochgebildeter und gelehrter Mann, der sich zumindest im geschriebenen Wort sehr gewandt auszudrücken verstand. 
Jener Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Gott der weit über die Grenzen verehrten genannten Männer, ist kein Gott, der sich den Weisen erschloss und erschließen will. Aber warum nicht? 
Es sollte nicht die Denkleistung, nicht der IQ, nicht das Wissen zum Heil führen und sich nur wenigen erschließen; sondern der Gott der Barmherzigkeit, der Gott der unendlichen Gnade, der Gott, der die Liebe selbst ist will sich allen offenbaren, die ihn suchen, die ihn ernsthaft suchen. 
Und dies gilt für den Weisen wie den Nicht-Weisen, für den Wissenden wie den Nicht-Wissenden. Dieses Meer der Barmherzigkeit sieht das Herz an, nicht die Leistung, er sieht die wahre und lautere Absicht, nicht das Einhalten von Gesetzen und Regeln. 
Er nahm den Gelehrten Pascal an, da er in kindlichem Glauben und Vertrauen sich dem hingab, der ihn voller Liebe ansah. Er will auch Dich und mich so ansehen. 

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hi Jörg ich bin der Visitor aus Namsos, Norwegen
und sitze gerade hier an einem See umgeben von wunderschöner Natur und lese deine erbauenden von unserem großen Gott kommenden Gedanken.
Mir kommt nichts als Dankbarkeit Gott zu erkennen, seine unendliche Liebe zu erleben und diese Liebe zu versuchen an jeden weiter zu geben.
Möge uns unser Herr dabei segnen.
Gruss Martin, dein Schwieger-Bruder

jörg kassühlke hat gesagt…

Lieber Bruder, über diesen Kommentar und Deine liebe Nachricht freue ich mich besonders.
Sitze seit vielen Tagen nur noch am Schreibtisch, habe immer wieder Sehnsucht nach Seiner Schöpfung. Es reicht dann meist nur für einen Weg am Golfplatz vorbei :)
Aber auch das tut mir oft gut. Nicht zu vergleichen mit den Panoramen, die ihr zu sehen bekommt...

Ja, ich habe die selbe Hoffnung wie Du: möge uns unser Herr dabei segnen und uns zum Segen werden lassen...

Umarmt,
Dein
j.