16. Dezember 2013

Weiter Raum

In Momenten des besonderen Segens warten viele Menschen auf eine Wende. Nicht dass sie die Wende in das Gegenteil herbeisehnen würden; aber sie ahnen, dass den guten und gesegneten Tagen und Stunden Talfahrt folgen wird. Es ist beinahe wie ein Muss, wie etwas, das unabwendbar scheint. 
An Tagen der besonderen Nähe zu Gott, auch nach Stunden der Nähe einer Gemeinde mit Gott folgt oft, sehr oft die Anfechtung, folgen Angriffe, die uns nehmen wollen, was uns geschenkt worden ist. 
Der Apostel Paulus schreibt in seinem Brief an die Römer folgenden denkwürdigen Nebensatz: »..wir freuen uns auch über die Nöte, die wir jetzt durchmachen.« (NGÜ)
Frei nach Luther ist die größte Anfechtung eines Christenmenschen, keine Anfechtung zu haben. Und an anderer Stelle sagt er dem Sinn nach, dass wir Christus ohne Anfechtung nicht haben können. 
Es ist so. 
Und auch wenn der Ankläger, der Widersacher, der Teufel inzwischen immer öfter geleugnet wird, so erleben wir genau diesen in solchen Momenten. Und ich halte es für äußerst gefährlich, den Satan zu leugnen; denn dann hat er ganz leichte Sache mit uns. 
Am gestrigen Sonntag erlebte ich einen wunderbar gesegneten Tag in meiner Gemeinde. Nicht nur im Gottesdienst, sondern auch in der anschließenden Weihnachtsfeier am Nachmittag. 
Schon am Abend erlebte ich die Wende. Und auch noch im Laufe des heutigen Tages waren die Anfechtungen groß. Bis ich mich irgendwann erinnerte - und mir klar wurde, warum es wohl so kommen musste. 
Nicht alles sind Anfechtungen, nicht immer dürfen wir alles in diese Richtung schieben; aber je näher wir Jesus kommen desto mehr werden wir auch angegriffen. Das müssen wir wissen. 
Der Psalmist weiß davon wunderbare Worte zu singen. In Psalm 31,8 dürfen wir lesen: 
Ich freue mich und bin fröhlich über deine Güte, dass du mein Elend ansiehst und nimmst dich meiner an in Not
und übergibst mich nicht in die Hände des Feindes; du stellst meine Füße auf weiten Raum. 

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