17. März 2015

Winter ade

Irgendwie ist es schön, dass der Frühling seine Boten schon schickt, wenn auch noch fast kaum erkennbar. Schön, dass uns wieder mehr Licht erreicht; es ist erstaunlich, was das mit einer Seele tun kann... Gleichsam war dieser Winter für mich gar nicht vorhanden. Wenig bis kein Schnee - für einen gebürtigen Vor-Harzer schon eine leichte Enttäuschung. Wenngleich dies ja auch die täglichen Fahrten sicherer gemacht hat. Dennoch hat mir einfach Schnee gefehlt. Er fehlt, der Winter, der nicht kam. 
Aber jetzt will (man) ich ihn auch nicht. Doch: was will ich eigentlich sagen? 
Nun, es ist viel Zeit vergangen, in denen ich hier nur schwieg. So mag ich zwar Besserung geloben, aber auch dazu sagen, dass sich im Laufe der Jahre etwas gewandelt hat. 
Es wandelt sich alles. Es wandelt sich der scheinbare Winter in einen Frühling. Es wandelt sich das Blog eines Fotografen in das eines Fotografen, der mehr mit dem Wort Gottes umgeht als mit der Kamera. 
Dennoch: ich bin geblieben, der ich war und habe mich gleichsam verwandelt. Vielmehr wurde oder werde ich hoffentlich weiter innerlich verwandelt. 
Mein Leben hat im Laufe all der Jahre ein Zentrum bekommen, um das sich alles in mir kreist, dreht. Dieses Zentrum ist Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. 
So höre ich zwar immer noch auf mein Herz, aber ich höre vornehmlich auf das, was dieser Christus mir sagt. Nie zuvor ist mir etwas Besseres geschehen als genau das. Und dabei geht es nicht um ganz besondere oder gar immer nur um existenzielle Fragen, darum selbstverständlich auch. Es geht auch darum, dass ich mich in allen Dingen von Ihm leiten und führen lassen. Und das bedeutet vor allem anderen, dass ich mich von der Liebe bestimmen lassen. 
Wir werden sehen, wohin mich auch der Weg an dieser Stelle führen wird. Auch da bin ich gespannt. Und grüße alle, die mich viele Jahre begleitet haben. 

Kommentare:

Ulrich hat gesagt…

Ich wünsche Dir, dass Du einen Anker hast in diesem Zentrum. Einen sicheren Hafen von dem aus Du Heimat und Entfaltung findest.

Die Fotografie ist zum Glück eine Sache, die sich nie ganz verflüchtigt, die in einem drin steckt oder auch nicht. Sie mag sich zurückziehen oder dauerhaft in den Hintergrund treten als Betätigung aber ich glaube, eine bestimmte Art der Wahrnehmung, eine Art zu sehen bleibt, ob mit Kamera oder ohne. Deine Fotografien zeigen das jedenfalls unverändert.

In diesem Sinne genießen wir die Freuden des Frühjahrs.

jörg kassühlke hat gesagt…

Danke, lieber Freund. Ja, es stimmt; diese Art des Sehens verflüchtigt sich eigentlich nicht. Und sie hilft mir oft - wie Pablo es meint - »den Staub von der Seele« zu wischen. Viel Licht, besonders in Dein Herz wünscht Dir j.